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22. September 2018

Skripal-„Vergifter“ können Zeit-Mysterium auf Scotland-Yard-Fotos nicht erklären




Die im Fall Skripal von London verdächtigten russischen Bürger Alexander Petrow und Ruslan Boschirow verstehen nicht, warum sie die von der britischen Seite verbreiteten Fotos vom Flughafen getrennt zeigen. Dabei seien sie angeblich in derselben Sekunde aufgenommen worden. Dies erklärten sie im Interview mit RT und Sputnik.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat ebenfalls auf die Merkwürdigkeit der Fotos aufmerksam gemacht. Ihr zufolge zeigen die Aufnahmen denselben Durchgang, hinsichtlich der Zeitangaben sind sie identisch (auf der Webseite von Scotland-Yard ist die Zeit angegeben – 16.22.43).  Dies seien „entweder das aufs Foto daraufgelegte Datum  und ebenso die genaue Uhrzeit, oder die GRU-Mitarbeiter haben es gelernt, simultan zu laufen, jedoch sind ihre Gestalten auf zwei verschiedenen Fotos zu sehen“.        

„Danach sollte man (die Briten) fragen, weil wir (bei der Grenzkontrolle) immer zusammen  sind, (wir gehen) sogar durch denselben Durchgang, an demselben Grenzbeamten und Polizisten vorbei. Einer geht durch, der andere wartet, und das wäre es. Wir sind zusammen durch den Durchgang gegangen. Wir sind immer zusammen“, so Boschirow.  

„Wie ist es dazu gekommen, dass das Foto in derselben Sekunde aufgenommen worden ist, in derselben Zeit und dabei (beide) getrennt (sind) … Danach sollte man sie (die Briten) fragen“, fügte er hinzu. 

Petrow seinerseits erläuterte, warum er und Boschirow die Grenzkontrolle gerade auf diese Weise passieren würden. 

„Dass wir immer zusammen durchgehen, (ist damit verbunden), dass ich im Englischen ein bisschen besser bin. Wenn irgendwelche Probleme auftauchen, helfe ich Ruslan“, merkte er an. Zudem sagte er, dass er nicht wisse, wie die Merkwürdigkeiten um die von der britischen Seite verbreiteten Fotos zu erklären seien.   

Am 4. März waren im britischen Salisbury Sergej Skripal, einst Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, und seine Tochter Julia vergiftet worden, was einen großen internationalen Skandal provoziert hatte. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Moskau dementiert das kategorisch.

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Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte erklärt, dass der „Fall Skripal“ angesichts der fehlenden Beweise der Schuld Russlands vor allen Augen zusammenfallen würde. Das Außenministerium Russlands hatte etwa 60 diplomatische Noten ins britische Foreign Office gesendet, die die Forderung nach Rechtshilfe sowie nach dem Zugang zur Untersuchung und zu den betroffenen russischen Bürgern enthalten hatten. Darüber hinaus wurde die britische Seite dazu aufgefordert, den Vorfall zusammen zu untersuchen, aber es sei keine Reaktion seitens der britischen Regierung gefolgt.  

Im März hatte der damalige britische Außenminister Boris Johnson behauptet, dass die Beweise der russischen Schuld „verblüffend“ seien. Die Anschuldigungen hatten sich als falsch erwiesen: der Geheimlabor-Chef des britischen Verteidigungsministeriums hatte später erklärt, dass es den Experten nicht gelungen sei, die Quelle des Stoffs festzustellen, mit dem laut den britischen Behauptungen die Skripals vergiftet worden seien. Das Außenministerium Großbritanniens hatte am gleichen Tag eingeräumt, dass die Schlussfolgerung über die Verwicklung Russlands in die Vergiftung unter anderen aufgrund der eigenen Informations-Einschätzung gezogen worden sei und nicht anhand bestätigter Tatsachen.

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Am 5. September hatte die britische Staatsanwaltschaft gegen zwei russische Bürger Anklage zu vier Artikeln erhoben. Unter anderem geht es um den Giftanschlag auf die Srripals sowie auf den britischen Polizisten Nick Bailey. Die Premierministerin Großbritanniens Theresa May behauptet, die Verdächtigten seien Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes GRU.

Das russische Außenministerium hatte diese Anschuldigungen kommentiert, indem es erklärte, dass die veröffentlichten Namen und Fotos von den Verdächtigten Russland nichts sagen würden. Darüber hinaus war erklärt worden, dass die Untersuchung solcher ernsthaften Verbrechen eine sorgfältige Analyse und enge Kooperation der Sicherheitsbehörden beider Staaten erfordern würden. Die Staatsanwaltschaft Russlands beabsichtige, in diesem Fall mit der britischen Strafverfolgung zusammenzuarbeiten und rechne damit, dass Russland die Beweise für die mögliche Beteiligung der russischen Bürger bekommen werde.        

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte erklärt, dass die russische Regierung die Personalien von den im „Fall Skripal“„Verdächtigten“ kennen würde, die London bekannt gegeben hatte. Der russische Staatschef hatte sie gebeten, aufzutauchen und sich den Medien zu stellen.

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