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20. November 2018

Weniger als italienische Haushalt – und bereit zum Zugriff



In Deutschland beschäftigt sich der halbe Stab der Journalisten mit Chemnitz und seinen Folgen. Wir haben darüber auch berichtet. Nun lässt sich kaum noch etwas sagen – außer mit dem Finger in die andere Richtung zu zeigen. Es wird Zeit, Fakten statt Meinungsmache zur Geltung kommen zu lassen. Etwa den Monatsbericht der Bundesbank. Die hat für August 2018 nun eine Zahl vorgelegt, die uns allen zu Denken geben sollte. Die Nettorenditen für unsere Sparguthaben bleiben negativ. Weniger als 0 %. Das Vermögen zerbröselt uns allen zwischen den Händen. Seit mittlerweile fast zwei Jahren hält der Zustand an – und wird nicht mehr durch die inzwischen niedrigeren Renditen von Lebensversicherungen bzw. Riesterrenten ausgeglichen, wie die „Junge Freiheit“ jetzt noch einmal festhielt.

Schlimme Warnung

Viele wissen das. Neu ist allerdings, dass jetzt die Angst vor einer Enteignung immer realere Hintergründe bekommt. Die beiden Ökonomen Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart haben als Auftragsarbeit für den IWF, den Internationalen Währungsfonds, geschrieben, künftig würden Umschuldungen notwendig sein, die „weit über alles, was bis jetzt öffentlich diskutiert wurde, hinausgehen.“

Das ist ein Hammer. Denn genau damit rechnen wir auch. Die Schulden in den – zum Beispiel – europäischen Staatshaushalten sind so hoch, dass steigende Zinsen hier zu einem Kollaps führen würden. Das ganze System lebt noch immer davon, dass die Zinsen so niedrig sind. So fällt die fehlende Möglichkeit, sich zu refinanzieren, noch nicht auf.

Wenn es aber so weit ist, dann ginge, so die beiden Autoren, ein schlimmes Endspiel los. Es käme zu einer höheren Inflation – womit wiederum die Schulden automatisch reduziert werden, es käme zu Kapitalverkehrskontrollen, damit kein Geld mehr außer Landes geschafft werden kann und zu Steuern auf Sparguthaben. Direkt – also nicht nur auf die Zinsen wie bislang. Zudem müssten wir alle damit rechnen, dass das Bargeld weiter schleichend abgeschafft wird.

Wer wird betroffen sein? Vor allem Deutschland. Denn bei uns haben sich die Vermögen auf dem reinen Sparkonto angesammelt. Auch wenn wir pro Kopf mit 47.681 Euro weniger als Italiener (53.494 Euro) und Niederländer haben (80.182 Euro). Deren Geld liegt in Immobilien und Aktien.

Wir werden uns warm anziehen müssen. Leider sind die europäischen Nachbarn darüber informiert, wie wenig Geld die deutschen Haushalte tatsächlich angespart haben und wissen offenbar nur zu genau, wie dieses Geld am effektivsten zu erobern ist. Schon jetzt haben Merkel, Scholz und Co. den Haftungswünschen Dritter in der EU wenig entgegenzusetzen.

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